Sie machen sich selbständig. Sie haben Ihren Businessplan, Ihre Idee, Ihren Mut. Was Sie wahrscheinlich nicht haben: einen Überblick über die Förderungen, die Ihnen zustehen.
Die meisten Gründer in Deutschland starten, ohne auch nur die Hälfte der verfügbaren Förderprogramme zu kennen. Gründungszuschuss? Kennen viele. Meistergründungsprämie? Schon weniger. KfW 077 mit 100 % Garantieübernahme? Fast niemand. Und genau das kostet Gründer jedes Jahr Zehntausende Euro.
125.000
Handwerksbetriebe stehen in den nächsten Jahren vor einem Generationswechsel
Quelle: ZDH via Deutsche Handwerks Zeitung, Jan 2026
Welche Förderungen gibt es für Gründer und Selbständige?
Mehr als Sie denken. Das Problem ist nicht das Angebot — das Problem ist die Unübersichtlichkeit. Zuschüsse, Kredite, Coaching-Förderung, Meisterprämien — alles von verschiedenen Stellen, mit verschiedenen Regeln, für verschiedene Situationen.
Die grobe Landkarte:
- Nicht rückzahlbare Zuschüsse: Gründungszuschuss, Meistergründungsprämien (bis 25.000 EUR), Meisterbonus
- Zinsgünstige Kredite: KfW 067 (bis 125.000 EUR), KfW 077 (100 % Garantie), Landesförderbanken
- Beratungsförderung: BAFA-Unternehmensberatung (bis 3.500 EUR Zuschuss), AVGS-Coaching (100 % gefördert)
- Beteiligungen: Mikromezzaninfonds (bis 50.000 EUR), HTGF für Tech-Gründungen
Und das ist nur die Bundesebene. Jedes Bundesland hat eigene Programme. NRW hat seit Oktober 2025 wieder eine Meistergründungsprämie. Bayern zahlt 3.000 EUR Meisterbonus. Berlin bis zu 25.000 EUR Meistergründungsprämie.
Warum kennen die meisten Gründer nur einen Bruchteil?
Weil niemand ihnen davon erzählt. Die Arbeitsagentur informiert über den Gründungszuschuss. Die Handwerkskammer über die Meistergründungsprämie. Die Hausbank über den KfW-Kredit. Aber wer zeigt Ihnen das Gesamtbild?
Niemand. Jede Stelle kennt ihre eigenen Programme — aber nicht die der anderen. Und neue Programme wie KfW 077 (seit November 2024) oder der KfW-Zuschuss für Zukunftsinvestitionen (seit Februar 2025) brauchen Monate, bis sie bei den Beratungsstellen ankommen.
Was passiert, wenn Sie Programme verpassen?
Geld verloren. Nicht theoretisch — konkret. Ein Handwerksmeister in Berlin, der sich selbständig macht, ohne die Meistergründungsprämie zu beantragen, verschenkt bis zu 25.000 EUR. Unwiderruflich. Denn der Antrag muss vor der Gründung oder kurz danach gestellt werden.
Und das ist nur ein Programm. Kombiniert man Meistergründungsprämie + KfW-Kredit + BAFA-Beratungsförderung + Gründungszuschuss, kommen schnell 50.000 EUR+ zusammen.
Welche Gründungsförderung passt zu Ihrer Situation?
Gründung, Übernahme, Nachfolge — die Programme unterscheiden sich. Der Förder-Check zeigt alle relevanten Zuschüsse, Kredite und Prämien für Ihren Start.
Jetzt kostenlosen Förder-Check startenBereits über 12.800 Unternehmen haben ihren Förder-Check gemacht
Gilt das auch für Betriebsübernahmen und Nachfolger?
Besonders für die. 125.000 Handwerksbetriebe stehen vor einem Generationswechsel. Die Politik will Nachfolger — und fördert entsprechend. KfW 077 mit 100 % Garantieübernahme wurde genau dafür geschaffen.
Nachfolger haben oft sogar bessere Karten als Neugründer: Ein laufender Betrieb mit Umsatzhistorie ist für Banken weniger riskant. Und die Förderprogramme für Übernahmen sind mindestens so attraktiv wie für Neugründungen.
Häufige Fragen zur Gründungsförderung
Brauche ich einen Businessplan?
Für die meisten Programme ja. Für den Gründungszuschuss ist er Pflicht. Für KfW-Kredite ebenfalls. Für Meistergründungsprämien reicht oft eine Betriebsbeschreibung.
Kann ich Förderungen kombinieren?
In vielen Fällen ja — aber die Regeln sind komplex. Manche Programme schließen sich aus, andere lassen sich stapeln. Genau das macht einen systematischen Förder-Check so wertvoll.
Was, wenn ich nicht aus der Arbeitslosigkeit gründe?
Dann fällt der Gründungszuschuss weg — aber alle anderen Programme bleiben. KfW-Kredite, Meistergründungsprämien und BAFA-Beratung sind unabhängig vom Beschäftigungsstatus.
Wie schnell muss ich handeln?
Bei vielen Programmen gilt: Antrag vor Gründung oder kurz danach. Wer zu lange wartet, verliert den Anspruch. Budget-abhängige Programme können jederzeit ausgeschöpft sein.
Stand: Februar 2026. Die Informationen dienen der Orientierung und ersetzen keine individuelle Förderberatung. Alle Angaben ohne Gewähr.